"Sucht, Suche & Spiritualität"
Meine Heilungsreise begann 2015. Seit dem habe ich unzählige Dinge ausprobiert um nicht mehr süchtig zu sein. So, dass die Suche selbst zur Sucht wurde.
Ich werde mich hier ehrlich zurück erinnern, was mir letztendlich geholfen hat. Das ist meine Geschichte. Vielleicht hilft sie dir ja. ♡
Außerdem habe ich dir mal herausgefiltert, welche Spannungen und Herausforderungen in einer Chart abzulesen sind und auf die Flucht in die Sucht hinweisen.
Diese Seite befindet sich aktuell noch im Aufbau. Ich habe erstmal angefangen die Stationen aufzuschreiben und lasse jetzt immer mal alles aus mir herausfliessen, was raus mag.
Die Sucht in meinem
Astro Chart
Sie zeigt sich in meinem Aszendenten, der auf jeder Party mittanzen will und das Leben spielerisch erkunden möchte.
Im verletzten Selbstwert, der unter Spannung steht: Saturn und Mars im 2. Haus, im Quadrat zur Venus. Ein innerer Krieg zwischen Kontrolle und Nähe, zwischen Sicherheit und dem Wunsch nach echter Verbindung.
Chiron im Stier markiert die Wunde im Körperlichen – wo ich Halt suchte und oft nur Leere fand.
Mein 4. Haus öffnet sich im Skorpion: familiär, tiefgründig, intensiv – voll von dem, was nicht ausgesprochen wurde, aber immer spürbar war. So viel Wasser im ersten Quadranten schenkt mir eine enorme Feinfühligkeit – aber auch eine Durchlässigkeit. Mein Weg war lange die Betäubung.
Pluto, Mond und Lilith im 3. Haus sprechen von unausgesprochenem Schmerz, von Geschichten, die nicht erzählt wurden. Der Mond im ersten Quadranten heißt immer, dass eine frühkindliche Versorgung nicht stattgefunden hat - man sucht sein Leben lang nach Geborgenheit, Verbundenheit und einem Zugehörigkeitsgefühl. Das 8. Haus fast vollständig in den Fischen – ein tiefes Sehnen nach Auflösung, nach Verschmelzung, nach einem Entrinnen aus der Härte dieser Welt.
Jupiter im 1. Haus treibt mich an: höher, weiter, mehr. Mein Antrittsmotiv – auch dann, wenn das „Mehr“ zerstörerisch wurde. Neptun in Schütze gab allem diesen Hauch von Ideal, von Flucht in Fantasie, Vision oder Rausch.
Merkur im 12. Haus. So lange blieb meine wahre Stimme verborgen, im Schattenreich meiner Psyche. Rollen spielend, um nicht abgelehnt zu werden.
Die Sucht in meinem
Human Design Chart
Ich sehe sie ganz klar in meiner bewussten Sonne: Tor 15 – das Tor der Extreme. So intensiv, so viel – ganz oder gar nicht. Ein Tanz zwischen Licht und Schatten, der mich gelehrt hat, Balance nicht im Außen zu suchen, sondern in mir. Tor 29 – der Abgrund. "Ja sagen" zu neuen Abenteuern und Erlebnissen. Der Sprung in den Abgrund, ohne zu wissen was kommt.
Ich sehe sie in Tor 2, meiner feinen inneren Führung, diesem sensiblen Kompass, der oft so leise war – und doch immer da. Es ist das Tor der Empfangenden, des Vertrauens… und ja – auch der Überforderung in einer lauten Welt.
Ich sehe sie in meiner offenen Krone – ständig durchflutet von Fragen, Zweifeln, mentalen Spiralen, und in meiner offenen Wurzel – diesem überflutendem Druck, funktionieren zu müssen, irgendwo ankommen zu müssen. Ein innerer Antrieb, der mich so oft in falsche Richtungen gezogen hat.
Und ich sehe sie in meinen vier Toren der Liebe: 10, 15, 25 und 46. Diese tiefe Sehnsucht, zu lieben – mich selbst, das Leben, andere. Aber auch geliebt und angenommen zu werden. Eine Herzensenergie, die mich bisher durch alles getragen hat. Selbst wenn ich gefallen bin. Aber auch hier steckt ein tiefer sehnsuchtsvoller Schmerz.
Mein Chiron im Tor 24 –die ultimative Sucht. Ein endloses Wiederkauen... Suchtdruck, der im Kopf beginnt, ein mentaler Loop, ein Versuch, Schmerz zu betäuben, der nach Heilung rief.
Aber auch: Das Potenzial, durch Bewusstheit aufzuwachen. Und das ist jetzt passiert!
Meine ganz Offenheit in der Chart.
Überschwemmende Energien.
Immer wieder anpassen, um nicht abgelehnt zu werden. Funktionieren. Viel zu viel arbeiten, um anerkannt zu werden.
Meine Geschichte - ein Mini-Blog ♡
"Sucht, Suche & ein paar Wunder"
November 2025 -
"Wieder ein Ruf - es geht weiter"
Da ist er wieder. Ich kenn ich mittlerweile gut! DER RUF! Etwas zieht dich magisch an und lässt dich nicht mehr los. Du versuchst ihn zu ignorieren, aber es ist schon zu spät :-)!
Im kommenden Jahr werde ich ein Fernstudium zur Psychologischen Beraterin im Bereich Achtsamkeitscoaching beginnen. Das lässt sich so schön mit allem kombinieren, was ich bisher gelernt und studiert hab! Bin selbst gespannt, was daraus wachsen wird. <3
Mai 2025 -
"Angekommen in der Astrologie"
Kennst du das Gefühl, dass auf einmal alles Sinn ergibt? Dein ganzer Weg? Der ganze alte Schmerz und das Leid, das Gute und das Schlechte? Als ob sich endlich alle Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammenfügen? Die Astrologie erklärt mir gerade meine ganze, einzigartige Geschichte. Innerlich und Äußerlich. Inklusive die meiner Vorfahren.
Die wundervolle Gruppe, in der ich die Ausbildung machen darf, spiegelt mir dabei so viel. Ich lerne immer noch - jeden Tag. Und das fühlt sich einfach nur schön an.
Der Weg geht immer weiter. Und ich bin kribbelig und voller Vorfreude, wo er mich noch hinführen wird.
Frühjahr 2023 -
"Ich verlasse eine Familie"
Christian und die Kinder zu verlassen war mehr als schmerzhaft. Aber es passte leider doch nicht so gut, wie ich am Anfang dachte. Ich bin dieser Zeit unendlich dankbar. Die 3,5 Jahre mit den Kindern, vor allem seiner Tochter mit der ich sehr viel Zeit verbrachte, waren mit die schönsten in meinem Leben.
Ich wohne nun in einer Wohnung in der Innenstadt, vermisse schmerzlichst einen Garten, aber bin weiter konstant auf meinem Weg. Und ich habe einen Menschen "angezogen" der genau so eine Vorstellung vom Zusammenleben hat, wie ich. Ohne Erwartungen. Alles ist freiwillig. Wir begegnen uns wertschätzend und liebevoll. Wir sind jeden Tag dankbar für den Anderen. Wir nehmen uns gegenseitig an, genauso wie wir nun mal sind.
Die ganze "Enge" einer Beziehung fällt weg, wenn du dir klar machst, dass ihr auf der Autobahn des Lebens nebeneinander her fahrt, ohne den anderen auf eine andere Spur zu drängeln, auszubremsen oder zu überholen. Oder ungefragt in sein Auto einzusteigen, den Weg zu bestimmen und am besten noch ungefragt den Radiosender zu verstellen ;-). Man fährt einfach völlig entspannt nebeneinander her und genießt gemeinsam die Landschaft.
Auf Augenhöhe, ehrlich und harmonisch.
Sommer 2021 -
"Meine Welt verändert sich"
Ich weiß noch wie heute, welche Anziehung das Human Design System auf mich hatte. Meine damalige Mentorin hatte mich darauf aufmerksam gemacht und sofort war ich Feuer und Flamme. "Etwas" ist angesprungen!
Mein erstes Reading war wie ein 'nach Hause kommen'. Endlich hatte ich nicht mehr das Gefühl falsch oder nicht wertvoll genug zu sein. Gruselig war, dass mir diese völlig fremde Frau mein Leben und meine Herausforderungen und Stärken erzählen konnte!
Ich habe mir Podcasts angehört und meine ersten Bücher bestellt. Langsam wurde Human Design immer bekannter - Corona war wie ein Brandbeschleuniger. Immer mehr Menschen hatten Zeit und waren fasziniert von diesem System.
In einer Podcastfolge sprachen sie davon, dass es zwar immer mehr Menschen gäbe, die sich ausbilden liessen, aber dass die Zukunft auch jeden Einzelnen davon brauche.
Und zack, da war er...
mein Ruf! (die 2. Linie braucht immer etwas ganz besonderes, was sie heraus ruft!)
Sommer 2020 -
"Heilung beginnt leise"
Im Sommer 2020 hatte ich so viel Zeit für schöne Dinge, Quatsch mit den Kindern, persönliche Weiterentwicklung, spirituelle Praktiken, Christian hatte ein riesiges Haus mit Garten, einen Hund, eine Katze und ein paar Hühner. Wir sind in wunderschöne Urlaube zusammen gefahren. Ich war eine ganze Weile sehr, sehr glücklich.
Diese Stabilität und auch die Normalität hat mir geholfen, wieder auf meinen Weg zu kommen.
August 2019 -
"Eine Familie zum Knutschen"
Als ich Christian kennen lernte, war ich schon auf einem ganz guten Weg. Noch in einer ziemlich chaotischen Beziehung, aber fest entschlossen heiler zu werden.
Mit Christian kam eine wundervolle Familie in mein Leben. Das erste mal mit Kindern leben. Aber auch hier - verstecken. Christian wusste es natürlich, aber den Kindern und vor allem auch seinen Eltern habe ich es natürlich nie gesagt.
Diese Familie war DIE heile Welt, die ich schon immer gesucht habe.
Dann kam der erste Corona Sommer. Sooo viel Zeit. Es hat mir wirklich unendlich gut getan.
Und die Heilung weiter unterstützt!
April 2016 -
"Ein blonder Engel kommt in mein Leben"
Als meine Freundin Anne in mein Leben kam, war ich bereits wieder in ärztlicher Obhut und in psychosozialer Betreuung. Alles ambulant. Ich hab immer weiter gearbeitet und mir nix anmerken lassen. Krass, wie viele Menschen das so tagtäglich hinbekommen. Sucht ist sooo verbreitet in der Gesellschaft.
Anni schmunzelt heute noch über meinen damaligen Satz "du lernst gerade die beste Version von mir kennen". Zu der Zeit wusste sie nämlich noch garnicht, was ich damit wirklich meinte.
Ehrlich mit meiner Sucht umzugehen fiel mir lange schwer. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und bin daran gewöhnt eine perfekte Rolle zu spielen. Das Verbiegen und Verstecken habe ich aus Scham lange durchgezogen. Viel zu lange.
Mit Anne hatte ich zum ersten Mal eine Freundin, die absolut nichts mit Drogen zu tun hatte.
Sie raucht noch nicht mal. Der Kontakt hat mir sehr geholfen, in ein normaleres Leben einzutauchen.
Sommer 2015 -
"Wenn die Suche zur Sucht wird"
Ich war wie besessen auf der Suche nach Hilfe. In Büchern, Podcasts, Kursen... Spiritualität, Werkzeugen, Selbsthilfebüchern, NLP, EFT, Hypnose, Selbsthypnose... Meditation, Achtsamkeit.
Mein Fehler war, dass ich die Heilung jahrelang zu sehr im Außen gesucht hab! Ich wollte unbedingt jemanden finden, der mich an die Hand nimmt und mir zeigt wie es geht. Mir die ultimativen Schritte der Heilung vorbetet, damit ich sie in meinem Leben umsetzen kann. Oder die eine Meditation finden, die mich "im Schlaf" von alleine heilt.
Damals gab es noch keine Bücher von Menschen, die aus einer starken Drogensucht kamen und ihre Erfahrungen und ihren Weg teilen. Ich habe Bücher über Nikotin-, Zucker-, Spiel- und Alkoholsucht gefunden und mir das ganze umgebastelt. Sucht ist Sucht. Egal, ob es dabei um Alkohol, Zigaretten, Zucker, Pornos, Spielsucht, Kaufsucht oder Drogen geht. Der Mechanismus ist immer gleich. Natürlich ist es schwieriger, wenn zum Kopf noch die körperliche Abhängigkeit hinzu kommt. Zumindest denke ich das.
Irgendwann sagte einer der Lehrer, die ich so gefunden und angeschrieben hab: "Das wird dir jetzt wahrscheinlich nicht gefallen, aber das was du suchst, musst du in dir selber finden. Du musst deinen eigenen Weg finden. Und dabei kann dir leider niemand helfen."
Das war einer der wichtigsten Sätze, die ich hören musste.
Weil er Recht hatte! Das war mein Weg. Es musste zu MIR passen.
Sommer 2015 -
"Das letzte Aufbäumen"
Als ich meine Hündin Kimi einschläfern musste, ging die Welt für mich unter. Sie hat mich über 17 Jahre lang treu begleitet. Damals war ich vor allem auf Methadon und Benzos (Valium etc).
Ihr Tod hat mich so mitgenommen, dass ich wieder mit Heroin angefangen hab!
Ich habe den Schmerz einfach nicht ausgehalten und das war meine Lösung.
Dummerweise habe ich eine Online-Apotheke entdeckt, die mir den ganzen schönen Benzo-Stoff bequem nach Hause schickte. Diazepam, Fluninox, Xanax... der ganze Scheiß, der dich erstmal schön in Watte packt! In den USA ist das Zeug übrigens frei verkäuflich. Das ist sooo gruselig!
Als die Webseite von heute auf morgen nicht mehr erreichbar war, hatte ich ein riesen Problem. Ein Opiatentzug ist absolut lächerlich gegen einen Benzoentzug! Aber anscheinend hab ich genau das gebraucht! Du denkst, du drehst permanent durch und dein Körper ist ein einziger wunder Schmerz - physisch, psychisch und emotional. Alles liegt blank! Als ob jede Nervenfaser auf anstatt unter der Haut verläuft. Mich hat es innerlich zerrissen.
Das Schlimmste war nach ca. drei Wochen überstanden und ich konnte wieder arbeiten gehen.
Ich hab mir geschworen, dass es ab jetzt anders laufen muss.
Und dann langsam... ganz langsam wurde ich immer nüchterner.
Dezember 2013 -
"Am Boden der Tatsachen"
Mein Schlüsselerlebnis fand bereits 2013 statt. Ich lag nach dem Feiern auf dem Sofa meines damaligen Freundes - er war Techno-DJ in Kassel. Auf dem Tisch lag eine weiße Substanz und ich dachte es sei 'normales' Amphetamin. War es aber nicht! Ich habe an diesem Morgen eine viel zu große Menge Ketamin konsumiert.
Heute erschreckt mich daran vor allem, wie egal es mir doch war, was da vor mir liegt! Wie leichtfertig setzt man in so einem Moment sein kostbares Leben aufs Spiel!
An diesem Morgen hatte ich meine erste Nahtod-Erfahrung. Mein Herz krampfte sich zusammen und ich dachte wirklich "Jup. Das war's jetzt"! Meine Hündin Kimi lag neben mir auf dem Sofa und ich habe sie einfach nur noch umarmt und gebetet. Bis heute glaube ich, dass mich der Kontakt zu ihr gerettet hat!
Das war mein Weckruf! Aber wenn du seit frühester Jugend an sämtliche Drogen gewöhnt bist, dauert es eine ganze Weile, bis du dich wirklich davon lösen kannst.
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Juni 1980 -
"Aller Anfang ist schwer"
Meine Geburt war wohl alles andere als schön. Meine Mama war damals total verängstigt, weil sie noch so jung war und kein Mann an ihrer Seite stand. Ich lag noch "falsch herum", wollte anscheinend rebellisch sein oder war noch nicht bereit für die Welt... und der Arzt war der Meinung, es könne ja noch garnicht so weit sein. Meiner Mama wurde der Muttermund zugebunden... und genauso lag sie kurze Zeit später in den Wehen. Im letzten Moment und unter wahnsinnigem Stress ging dann die Geburt los, ich drehte mich netterweise noch um und kam behaart wie ein kleines Affenbaby zur Welt.
Ich kann mich an ein paar schöne Momente erinnern und auch an nicht so schöne - aber der Großteil meiner Kindheit ist entweder verschwommen oder ausgelöscht. Vielleicht ist es besser so, ich weiß es nicht.
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